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Dolmetscher oder Übersetzer?

Catleen Grötschel | Conference Interpreter | Berlin

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen
einem Dolmetscher und einem Übersetzer?

Ganz knapp erklärt: Übersetzer arbeiten mit dem geschriebenen Wort, Dolmetscher mit dem gesprochenen Wort.

Ein Übersetzer überträgt Texte von einer Sprache in die andere. Je nach Spezialisierung kann es sich hierbei um Websites, Artikel, Verträge, Gebrauchsanweisungen, Bücher oder alles weitere handeln, das verschriftlicht wurde.

Dolmetscher hingegen „übersetzen“ spontan. Beim Simultandolmetschen erfolgt dies ohne Zeitverzögerung: während die Dolmetscher dem Redner zuhören, übertragen sie das Gesagte in eine andere Sprache. Beim Konsekutivdolmetschen macht sich der Dolmetscher während des Redebeitrags Notizen und hält im Anschluss die Rede in der Zielsprache. Verhandlungsdolmetscher werden in der Regel bei bilateralen Verhandlungen eingesetzt. Im Allgemeinen sind Dolmetscher oft bei Konferenzen und Tagungen, Schulungen und Vorträgen anzutreffen.

Natürlich sind beide Berufe sehr eng verwandt: hervorragende Kenntnisse der Muttersprache und der Fremdsprachen sind für Dolmetscher und Übersetzer die Grundvoraussetzung. Sie müssen wortgewandt sein und neben den sprachlichen immer auch die kulturellen Aspekte berücksichtigen, damit die Brücke von einer Sprache zur anderen erfolgreich geschlagen werden kann. Beide müssen sich außerdem intensiv in die jeweiligen Fachgebiete einarbeiten, mit denen sie beim Übersetzen oder Dolmetschen zu tun haben.

Beim Dolmetschen spielen neben den Kenntnissen der Sprachen und der Kunst des Übersetzens auch Stimme, Präsentation und Improvisationstalent eine wichtige Rolle. Nicht zuletzt unterscheidet auch die hohe kognitive Belastung den Dolmetscher vom Übersetzer, weshalb Sie bei Dolmetschaufträgen auf kompetente, in diesem Beruf ausgebildete Dolmetscher setzen sollten.